Infocenter

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Was ist die Zinsgleitklausel?

Durch das BGH-Urteil wurde am 01.03.2013 die Zinsgleitklausel gesetzlich festgelegt. Seitdem müssen Zinsänderungen stets nachvollziehbar sein. Variable Darlehen und Dispositionskredite (Giro- und Kontokorrentkonten) werden „variabel verzinst“. Jedes Konto ist somit an einen festen Referenzzinssatz gebunden und muss sich an den Veränderungen des jeweiligen Marktes anpassen. D.h. sinkt bzw. steigt der Referenzzinssatz (Euribor, Eonia und EZB-Leitzins,…), muss auch Ihr Sollzins um die jeweiligen Prozentpunkte steigen oder fallen. Alle Referenzzinssätze sind jederzeit auf der Seite der „Deutschen Bundesbank“ einsehbar. Eine Änderung erfolgt je nach Bank erst, ab einer ausgewiesenen Sollzinsanpassung (z.B. ab 0,10 %, 0,20 % oder 0,25 % …). Die verschiedenen Konditionen können Sie Ihren Kontoauszug oder auf dem Preisaushang Ihrer Bank entnehmen. Diese gesetzlichen Regelungen nennt man „ZINSGLEITKLAUSEL“.

Referenzzinssätze der Eurozone

Es wird schnell klar, dass Ihre Zinssätze seit der gesamten Laufzeit deutlich gesunken sein sollten. Als Beispiel sollte der Zinssatz seit 2008 um bis zu 4,5 Prozentpunkte gefallen sein.

Sie können auf dieser Seite Ihre Zinsanpassung überprüfen.

Starten Sie Ihre Kontrolle.

 

Vorgehensmöglichkeiten nach Überprüfung der eigenen Konten:

Ombudsmann:

Sie können eine formale Beschwerde mit Ihrer Zinsanpassung und Ihren Kontoauszügen an ihre Bank oder den jeweiligen zuständigen neutralen Streitschlichter(Ombudsmann) senden. Da ab 01.01.2015 die Verbraucherrechte gestärkt wurden, ist es nun möglich bis zu 10.000,00 €, außergerichtlich zurück zu bekommen mit einer einfachen Beschwerde. Falls Ihre Beschwerde abgelehnt wird, können Sie immer noch klagen, die Bank muss sich jedoch an die Entscheidung des Ombudsmanns halten.

Verbraucherschutz

Für ein weiteres Vorgehen bietet Ihnen auch der Verbraucherschutz Hilfe an, dessen Grundsatz es ist, die Rechte des Verbrauchers zu verteidigen und zu stärken.

Kreditsachverständige

Falls Sie einen Streitwert über 10.000,00 € haben, bieten sich Kreditsachverständige an. Diese prüfen Ihre Angelegenheit nicht nur auf den konkreten Zinsschaden, sondern auch auf die Richtigkeit verschiedener weiterer Klauseln, wie z.B. Vorfälligkeitsentschädigung, unwirksame Zinsklauseln, Wertstellungen, usw.. Hierbei fallen zusätzliche Bearbeitungskosten für die Arbeitsstunden und auch einen Teil des jeweiligen Streitwertes als Entgelt an.

Wir sind sehr gut vernetzt und helfen gerne Ihnen bei der richtigen Auswahl Ihres Kreditsachverständigen, kontaktieren Sie uns einfach über das Kontaktformular.

Anwälte

Falls der Streitwert die 10.000,00 € übersteigt, kann man natürlich auch mit unseren Berechnungen und den dazugehörigen Kontoauszügen direkt zum Anwalt gehen und eine Klage gegen die Bank einreichen.

Auch hier helfen wir gerne bei der Auswahl der besten Vertretung. Kontaktformular.

 

Urteile

Wir haben einige Urteile zu unwirksamen Zinsanpassungsklauseln und zur generellen Zinsanpassung.
Falls Sie selbst recherchieren wollen, finden Sie eine große Sammlung vieler Urteile auf den darunter angeführten Seiten:

www.bundesverfassungsgericht.de

Bundesverfassungsgericht Entscheidungen

Zinsanpassung:

  • OLG Düsseldorf Urteil vom 05.04.2012
    AZ: I-6 U 7/11
    > Zum Artikel
 

Unwirksame Zinsanpassungsklauseln:

  • LG Düsseldorf Urteil vom 10.07.2013
    AZ: 13 O 334/11 (Berufung beim OLG eingelegt)
    > Zum Artikel
  • LG Dortmund Urteil vom 30.06.2000
    AZ: 8 O 559/99 (ZIP 2001, 66)
    > Zum Artikel
  • BGH Urteil vom 21.04.2009
    AZ: XI ZR 55/08 (BB 2009, 905)
    > Zum Artikel

 

Medienbeiträge:

Videos

 

Zeitungsberichte

  •  „Kunden hoffen auf Rückzahlung: Wie Banken systematisch mit den Zinsen tricksen“ Focus Money Online 04.August 2016
    > Zum Artikel
  •  „Banken verlangen Wucherzinsen beim Dispo - obwohl die EZB ihnen das Geld schenkt“ Focus Money Online 19.Juli 2017
    > Zum Artikel
  •  „Zinsbetrug muss richtig teuer werden“ Wirtschaftswoche 12.August 2013
    > Zum Artikel
  •  „Die Zinstricks der Banken“ Handwerksblatt.de Mai 2013
    > Zum Artikel
  •  „Bankenpraxis: Falsche Zinsabrechnung“ lifePR 13.7.2012
    > Zum Artikel
  • „Zu hohe Dispozinsen in Deutschland“ Frankfurter Allgemeine 16.10.2012
    > Zum Artikel
  • „Tausende Kunden zahlen zu hohe Dispozinsen“ Handelsblatt 27.12.2012
    > Zum Artikel
  • „Bank und Finanzierung: Falsche Zinsanpassungen durch Banken“ lifePR 11.11.2013
    > Zum Artikel
  • „Maas kämpft gegen hohe Dispozinsen“ Stuttgarter Zeitung 28.September 2014
    > Zum Artikel
 
 

Preise, Gebühren, Zahlungsmöglichkeiten

1 Kontocheck, 2 Kumulierungen                 11,90 €*

10 Kontochecks, 20 Kumulierungen           95,00 €*

20 Kontochecks, 40 Kumulierungen         180,00 €*

50 Kontochecks, 100 Kumulierungen       400,00 €*

 Zahlungen akzeptieren wir aktuell nur per PayPal.

 * Alle Preise sind inklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen

 

Vorgehen

Datenursprung

Die aktuellen Referenzzinssätze werden entweder täglich / monatlich oder jährlich auf der Seite der Deutschen Bundesbank veröffentlicht.

> Zur Homepage

Zinsanpassung berechnen

Sie brauchen gewisse Daten Ihrer Bank, dass eine korrekte Zinsanpassung durchgeführt werden kann, um ihre Zinsen ab einem bestimmten Zeitpunkt zu prüfen. Den größtmöglichen Erfolg erzielen Sie mit Kontoauszügen seit der Kontoeröffnung. Hierbei sind die Urteile zu unwirksamen Anpassungsklauseln interessant.

Benötigt werden ein Startzins und das erste Anpassungsdatumeiner Periode, am besten der Zinssatz und das erste Anpassungsdatum seit Kontoeröffnung.

Die Sollzinsanpassung Ihrer Bank, das heißt ab welcher Änderung des Leitsatzes passt die Bank an, dieser Wert sollte sich meistens zwischen 0,001% die direkte Weitergabe und 0,25% bewegen.

Die Rundung der Zinsweitergabe Ihrer Bank falls eine vorliegt, bei keiner Rundung bleibt der Standardwert 0,001.

Ein aktuelles Datum bis zu dem geprüft werden soll bzw. der heutige Tag.

Kumulierung:

Die Kumulierung stellt eine Weiterführung der Zinsanpassung dar, hier wird innerhalb eines Zinsanpassungsintervalls geprüft. So kann nach der eigentlichen Zinsanpassung geprüft werden, ob die Bank die darauffolgende Anpassung korrekt durchgeführt hat.

Hierbei ist ähnlich vorzugehen wie bei der Zinsanpassung.

Nur dass das Anfangs- und Enddatum des Intervalls eingegeben werden muss, sowie der Start- und Endzins des Intervalls.

Warum?

Da sich herausgestellt hat, dass einige Banken ihren Verpflichtungen zur Zinsanpassung nicht oder nur teilweise nachkommen wodurch ein immenser Schaden entstehen kann. Sollte jeder die Möglichkeit haben eine Überprüfung durchführen zu können. Genau nach dem Motto: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“.

Verschiedene Institute oder Kreditsachverständige sind in der Lage diese Komplexen Berechnungen durchzuführen. In Deutschland bzw. Europa gibt es leider zu wenige dieser Fachleute, um alle Fälle zu bearbeiten. Unser Ziel war es somit, eine Seite zu veröffentlichen, die es jedermann mit ein paar Recherchen seiner Bank ermöglicht, diese Berechnungen selbst durchzuführen.

Wichtige Hinweise

Datumsabgrenzung der Referenzzinssätze und unserer Berechnungen:

Unsere Berechnungen greifen immer ab der ersten angegebenen Anpassung ein Intervall in die Vergangenheit, somit kann je nach Anpassungsintervall nicht komplett bis zum Beginn der Leitsätze zurückgegriffen werden.Wir gehen so vor, um zu prüfen ob die erste Anpassung auch schon korrekt durchgeführt wurde

Berechnung mit Monatsdurchschnitten eines Referenzzinssatzes:

Hier startet die Berechnung mit dem Stichtag des Vormonats, weil dieser immer den Wert für den jeweiligen aktuellen Monat ausgibt. Das heißt der Wert des Monatsdurchschnitts für Juli ist der maßgebliche Referenzzinssatz für August. Daraus ergeben sich neue Abgrenzungen für die Berechnungen die jeweils einen Monat später sind als die regulären Begrenzungen.

Im Folgenden sind die Datumsgrenzen unserer Berechnungen aufgeführt.

 FIBOR:

Dieser war im Zeitraum vom 02.07.1990 - 31.12.1998 gültig.

Erstes Anpassungsdatum ab dem die Berechnung durchgeführt werden kann, nach Anpassungsintervallen:
 

1 Monat:            02.08.1990

3 Monate:          02.10.1990

6 Monate:          02.01.1991

9 Monate:          02.04.1991

12 Monate:        02.07.1991

EURIBOR:

Ab dem 01.01.1999 ersetzt der EURIBOR die jeweiligen FIBOR-Sätze. Dieser ist bis zum aktuellen Datum gültig.

1 Monat:            01.02.1999

3 Monate:          01.04.1999

6 Monate:          01.07.1999

9 Monate:          01.10.1999

12 Monate:        01.01.2000

EONIA:

Ab dem 01.01.1999 schließt der EONIA an die FIBOR Überleitungssätze vom 01.07.1996 - 30.12.1998 an.

Erstes Anpassungsdatum ab dem die Berechnung durchgeführt werden kann, nach Anpassungsintervallen:

1 Monat:            01.08.1996

2 Monate:          01.09.1996

3 Monate:          01.10.1996

6 Monate:          01.01.1997

9 Monate:          01.04.1997

12 Monate:        01.07.1997

EONIA Monatsdurchschnitt:

Ab dem 01.01.1999, ist dieser bis zum aktuellen Datum gültig.

Erstes Anpassungsdatum ab dem die Berechnung funktioniert nach Anpassungsintervallen:

1 Monat:            01.03.1999

2 Monate:          01.04.1999

3 Monate:          01.05.1999

6 Monate:          01.08.1999

9 Monate:          01.11.1999

12 Monate:        01.02.2000

EURIBOR gleitender Monatsdurchschnitt:

Ab dem 01.01.1999, ist dieser bis zum aktuellen Datum gültig.

Erstes Anpassungsdatum ab dem die Berechnung funktioniert nach Anpassungsintervallen:

1 Monat:            01.03.1999

2 Monate:          01.04.1999

3 Monate:          01.05.1999

6 Monate:          01.08.1999

9 Monate:          01.11.1999

12 Monate:        01.02.2000

Diskont:

Dieser war im Zeitraum vom 01.07.1948 - 31.12.1998 gültig.

Erstes Anpassungsdatum ab dem die Berechnung funktioniert nach Anpassungsintervallen:

1 Monat:            01.09.1948

3 Monate:          01.11.1948

6 Monate:          01.02.1949

9 Monate:          01.05.1949

12 Monate:        01.08.1949

EZB-Leitzins:

Ab 01.01.1999 ist dieser bis zum aktuellen Datum gültig.

Erstes Anpassungsdatum ab dem die Berechnung funktioniert nach Anpassungsintervallen:

1 Monat:            01.03.1999

3 Monate:          01.05.1999

6 Monate:          01.08.1999

9 Monate:          01.11.1999

12 Monate:        01.02.2000

Wir können noch nicht alle Zinsanpassungsarten prüfen, achten Sie hierbei bitte darauf ob Ihre Daten zu unseren Auswahlmöglichkeiten passen.

Bei Unklarheiten können Sie uns gerne telefonisch per Email oder Fax erreichen.
Unsere Berechnung funktioniert für klar abgegrenzte wirksame Zinsanpassungsklauseln.Einige Referenzsätze sind auch noch nicht im System.

Bitte lassen Sie uns wissen wenn wir Ihren Satz nicht im System haben. Wir werden daran arbeiten.Weiterhin nicht für selbstbestimmte Anpassungen der Bank, wenn zum Beispiel ein Durchschnitt aus verschiedenen Monatsdurchschnitten gebildet wird und nicht einfach der vorgegebene Wert der Bundesbank genommen wird, der jeweilige Tageswert oder Monatsdurchschnitt ist kein Problem für unsere Berechnung.Des Weiteren übernehmen wir keine Haftung für falsche Eingaben und dadurch entstandene unkorrekte Ausgabewerte. Diese Plattform bietet den Kunden eine genaue Berechnung der Zinsanpassung.

Wechsel des Referenzzinssatzes:

Es ist möglich, dass Banken den Referenzzinssatz über eine Periode ändern.Unsere Berechnung kann den Übergang von FIBOR zu EURIBOR berechnen sowie den Übergang vom Diskont zum EZB-Leitzins und den Übergang zwischen FIBOR Überleitungssatz und dem EONIA. Bei sonstigen Änderungen des Zinssatzes reicht eine Berechnung nicht aus. Hier werden dementsprechend viele Zinschecks gebraucht, die den Änderungen des maßgeblichen Referenzzinssatzes entsprechen.

Feedback:

Wir würden uns sehr über Ihre Meinung zu unserem System freuen, dies ist uns sehr wichtig um Fehler zu beseitigen, unser System zu verbessern und zu erweitern. Falls Ihr Konto oder Darlehen noch nicht angepasst werden kann, da nötige Parameter fehlen, lassen Sie es uns bitte wissen, wir arbeiten daran. Kontaktformular.